Download.jpg

Aktuelles & Veranstaltungen

Bessere Behandlungsmöglicheiten für Patienten mit Nieren- und Harnleitersteinen

· Franziskus-Krankenhaus Berlin investiert in zweiten endourologischen Arbeitsplatz
Der neue Interventionsradiologie-Arbeitsplatz im Franziskus-Krankenhaus. Foto: Storz Medical AG

Den Urologen im Franziskus-Krankenhaus Berlin steht seit Juni 2018 ein weiterer, hochmoderner Interventionsradiologie-Arbeitsplatz für die Diagnostik und minimal-invasive Therapie von Nieren- und Harnleitersteinen sowie durch andere Ursachen bedingten Abflussstörungen der ableitenden Harnwege zur Verfügung. Der neue Arbeitsplatz besteht aus einem Carbon-Behandlungstisch mit extrakorporaler Stoßwellenlithotripsie (ESWL), ultraschallgesteuerter Steinortung sowie einer mobilen digitalen Röntgeneinheit (C-Bogen).

»Mit diesem modularen System kann die Diagnostik und Behandlung von Steinleiden in vielen Fällen gleichzeitig und mit möglichst geringer Strahlenbelastung erfolgen«, erklärt PD Dr. Carsten Kempkensteffen, Chefarzt der Klinik für Urologie am Franziskus Krankenhaus Berlin.

Jährlich werden in dem am Tiergarten gelegenen Krankenhaus rund 2.000 Eingriffe bei Stein- oder anderweitig bedingten Abflussbehinderungen der Nieren  an dem bis dato einzigen Endourologie-Arbeitsplatz vorgenommen. Mit der neuen Behandlungseinheit erhöht sich die Kapazität, so dass sich für Patienten die Wartezeiten verkürzen und Operationstermine verlässlicher planen lassen. Außerdem wird das Therapiespektrum durch die integrierte ESWL-Anlage erweitert.

Stoßwellentherapie sinnvolle und schonende Behandlungsalternative

»Die Stoßwellenbehandlung ist eine sinnvolle Ergänzung zu den heute vorherrschenden endoskopischen Verfahren, z.B. der Harnleiterspiegelung in Narkose. Im Rahmen der ESWL werden die Steine entweder radiologisch oder mittels Ultraschall geortet und dann von außen mit Schallwellen zertrümmert. Die Fragmente werden im Verlauf mit dem Urin ausgespült. Eine Narkose ist dabei nicht erforderlich, so dass dieses Verfahren für viele Patienten eine sinnvolle und besonders schonende Behandlungsalternative darstellt«, sagt Dr. Kempkensteffen.

In die neuen Räumlichkeiten und den zweiten endourologischen Arbeitsplatz hat das Franziskus-Krankenhaus Berlin rund 500.000 Euro investiert. Dies ist ein deutliches Signal auch dafür, dass die Kliniken am Standort Budapester Straße bis zum geplanten Umzug nach Berlin-Tempelhof im Jahr 2023 weiter gestärkt werden. Bereits im Vorjahr wurden im Bereich der Urologie die Diagnostik und Therapie der Harninkontinenz und Beckenbodenschwäche sowie des Prostatakarzinoms ausgeweitet. Gemeinsam mit der Klinik für Gynäkologie am St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof wurde ein Beckenboden- und Kontinenzzentrum unter Leitung von PD Dr. Kaven Baessler eingerichtet, das in beiden Häusern Spezialsprechstunden und Behandlungen anbietet. Außerdem wurde zur Früherkennung bösartiger Tumore in der Prostata eine Spezialsprechstunde für die MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie etabliert.

Konzept eines »Dualen Gesundheitsversorgers« für Berlin

Das Franziskus-Krankenhaus Berlin wurde 2016 in den katholischen Elisabeth-Vinzenz-Verbund (EVV) integriert und arbeitet seither eng mit dem St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof zusammen. Mit finanzieller Unterstützung aus dem Krankenhausstrukturfonds des Bundes sowie mit Mitteln des Landes Berlin soll in den kommenden Jahren das Konzept eines »Dualen Gesundheitsversorgers« realisiert werden. Danach werden ab 2023 die akutmedizinischen Abteilungen sowie zugehörige Dienstleistungen des Franziskus-Krankenhauses in ein baulich erweitertes St. Joseph Krankenhaus in Tempelhof verlagert. Dies gilt sowohl für die Urologie, die im Deutschen Gefäßzentrum Berlin kooperierenden Kliniken für Innere Medizin und Gefäßchirurgie als auch für die Zentrale Notaufnahme. In den kommenden fünf Jahren wird für das traditionsreiche Haus in der Budapester Straße ein tragfähiges Konzept für ambulante Gesundheitsdienstleistungen und/oder Rehabilitation entwickelt, das nach dem Auszug der Akutmedizin realisiert werden kann.

Pressekontakt

Corinna Riemer

Leiterin Unternehmenskommunikation