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Prof. Dr. Hardinghaus spricht in einer Reportage des Deutschlandfunk über den Umgang mit dem Tod

· Das Leben in Würde beenden
Der Umgang mit dem Tod war jahrelang ein Tabu. Foto: Fotolia

Wie will ich sterben? Mit dieser Frage will sich kaum jemand auseinandersetzen. Aber der Tod gehört zum Leben dazu. Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin, spricht in einer Reportage des Deutschlandfunks über den inviduellen Umgang mit den Tod und eine gute  Palliativ- und Hospizarbeit. Und auch im Blog des Elisabeth-Vinzenz-Verbundes »Menschlichkeit verbindet« (www.menschlichkeit-verbindet.de) spricht er über den letzten Abschnitt im Leben eines Menschen.

Fast 60 Prozent aller Deutschen teilen nach einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes den Wunsch, zu Hause sterben zu wollen. Die Realität aber steht in großem Kontrast dazu. Noch immer stirbt die überwiegende Mehrheit der Menschen in Krankenhäusern.

Prof. Hardinghaus sagt im Interview, die Palliativ- und Hospizbewegung sei eine Reaktion auf eine Gesellschaft, die den Tod tabuisiert habe. Nach den traumatischen Erfahrungen aus zwei Weltkriegen sei in der danach aufkommenden Wohlstandsgesellschaft kaum Platz mehr gewesen für Diskussionen über den Umgang mit der eigenen Endlichkeit: »Unser Glaube an Medikamente, der Glaube an technischen Fortschritt in der Medizin war immens groß, was es leichter machte, den Tod zu verdrängen. Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir mal sterben könnten«, sagt Hardinghaus. Die Folge: Der Tod fand oft unter würdelosen Bedingungen statt: »Ich selbst habe noch erlebt, wie Sterbende im Krankenhaus wirklich in das Badezimmer verlegt wurden zum Sterben.«

Dieses Tabu, sagt Hardinghaus, sei zwar immer noch nicht vollständig aus der Gesellschaft verschwunden. Viel habe sich aber bereits zum Positiven verändert. Dafür sorgen auch innovative Konzepte: Etwa für ambulante oder teilstationäre Hospizdienste, wo Sterbenskranke den Tag verbringen und abends von Angehörigen wieder nach Hause geholt werden können. »Am Ziel«, sagt Hardinghaus, »sind wir damit aber natürlich noch nicht.«

Die Reportage »Leben und Sterben im Hospiz« ist hier in der Mediathek des Deutschlandfunks nachzuhören.

 

 

Pressekontakt

Corinna Riemer

Corinna Riemer

Leiterin Unternehmenskommunikation