Franziskus-Krankenhaus -  Organisation  ©

Historie

Geschichte des Berliner Franziskus-Krankenhauses -1

1908 erbat sich der Chirurg Eduard Wolffenstein von der Kongregation der Franziskanerinnen vom heiligen Märtyrer Georg zu Thuine Ordensschwestern, um die Pflege in seiner Privatklinik zu übernehmen. Am 20. Mai 1908 legte die Thuiner Ordensgemeinschaft den Grundstein für das Franziskus-Krankenhaus, indem sie zwölf Franziskanerinnen in die Privatklinik des Chirurgen entsandte.
 
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Mit Hilfe der Ordensschwestern wuchs das zunächst mit 90 Betten ausgestattete Krankenhaus beständig. Die Klinikleitung kaufte die Nachbarhäuser hinzu, um das Krankenhaus erweitern zu können. Bereits Ende 1929 hatte es seine Kapazitäten auf über 200 Betten und vier Stationen erweitert. Während des Ausbaus wurde auch die erste Krankenhaus-Kapelle errichtet. Im Ersten Weltkrieg diente das Krankenhaus als Lazarett für 150 bis 200 Verwundete.
 
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Von den Veränderungen durch die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und den Folgen des Zweiten Weltkrieges blieb auch das Franziskus-Krankenhaus nicht verschont. Zahlreiche Bomben beschädigten es in den letzten Kriegstagen. Am 29. April 1945 besetzte die sowjetische Armee das Haus. In dieser Zeit konnte der Betrieb weitgehend aufrechterhalten werden.
 
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In der Nachkriegszeit passte sich das Krankenhaus der veränderten sozialen Situation durch Umstrukturierungen an. Nach der Abriegelung der Stadt Berlin 1948 wurden überzählig gewordene Betten abgebaut und das Belegkrankenhaus 1962, ein Jahr nach dem Mauerbau, in ein allgemeines Krankenhaus mit angestellten Ärzten umgewandelt. Zwischen Mitte der 1960er bis Anfang der 1980er Jahre gab es mehrfach gesundheitspolitische Überlegungen, das Krankenhaus an einen anderen Standort zu verlegen und dafür einen Neubau zu errichten.
 
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Erst 1983 fiel die Entscheidung, am alten Standort zu bleiben und einen Erweiterungsbau anzufügen. Mit dessen Fertigstellung im Oktober 1989 verdoppelte sich die Nutzfläche des Berliner Franziskus-Krankenhauses. Nach Abschluss der Altbausanierung (1994–1998) steht den Berlinern ein modernes Krankenhaus zu Verfügung, das in allen Bereichen höchsten Ansprüchen an Medizin und Pflege genügt.
 
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Heute verfügt das Franziskus-Krankenhaus über 200 Betten mit den bettenführenden Abteilungen Urologie, Innere und Palliativmedizin sowie Chirurgie. Das Franziskus-Krankenhaus ist als gefäßmedizinisches Schwerpunkt-Krankenhaus ausgewiesen. Am Haus befinden sich mehrere medizinische Zentren, darunter das Deutsche Gefäßzentrum Berlin sowie das Berliner Kontinenzzentrum. Seit 1. November 2015 ist das Franziskus-Krankenhaus Berlin Mitglied im Elisabeth Vinzenz Verbund, kurz EVV.