Berliner Kontinenzzentrum - Belastungsinkontinenz ©

Belastungsinkontinenz

Die Belastungsinkontinenz ist die häufigste Form der Harninkontinenz. Hier kommt es zu unwillkürlichem Harnverlust bei körperlicher Belastung. Bei Frauen tritt diese Inkontinenzform besonders nach Geburten oder bei Übergewicht auf. Bei Männern ist sie eher selten, hier vor allem nach operativen Eingriffen an der Vorsteherdrüse oder nach Unfällen.

Nicht-medikamentöse Therapien:

  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • Beckenbodengymnastik / Biofeedback (Erkennen von Körpersignalen zur aktiven Kontrolle des Blasenmuskels)
  • Inkontinenzhilfen
  • Vaginale, rektale oder intravesikale Elektrostimulationstherapie (passive Kontrolle des Blasenmuskels durch Strom)

Medikamentöse Therapien:

  • Lokale Anwendung des Hormons Östrogen
  • Stärkung des Schließmuskels etwa mit dem Medikament Duloxetin
  • Verbesserung der Blasenkapazität etwa mit Medikamenten wie Solifenacin oder Darifenacin

Operative Therapien:

  • Bandimplantation
  • Offene oder laparoskopische Blasenhebung
  • Künstlicher Schließmuskel
  • Wiederherstellung des Beckenbodens bei Frauen (vaginal, offen oder laparoskopisch)