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Harninkontinenz

Die Harnentleerung beruht auf dem Zusammenspiel von Harnblase und Schließmuskel. Ist der Schließmuskel angespannt, wird der Urin zurückzuhalten. Gleichzeitig ist der Blasenmuskel entspannt, damit der Harn in die Blase gelangen kann. Etwa 10 bis 40 Prozent der Frauen und 3 bis 11 Prozent der Männer leiden im Laufe ihres Lebens an Harninkontinenz. Häufig entwickelt sie sich schleichend, so dass die Betroffenen – auch weil die Erkrankung noch immer tabuisiert ist – anfangs keinen Arzt aufsuchen. Dabei gibt es längst zahlreiche Möglichkeiten der Linderung oder Heilung.

Viele urologische, gynäkologische, neurologische und andere Erkrankungen können mit Harninkontinenz einhergehen. Die Ursache hierfür kann im Bereich der Harnblase, der Harnröhre, des Harnblasenschließmuskels, der Beckenbodenmuskulatur, der Nerven oder beim Mann in der Vorsteherdrüse liegen. Wegen der Vielzahl der möglichen ursächlichen Organe ist immer eine sorgfältige, meist interdisziplinäre Untersuchung notwendig.