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Franziskus-Krankenhaus Berlin und DRK-Klinikum Berlin übergeben Kooperationsvereinbarung

· Palliativmedizinische Versorgung für Menschen mit Lungenkrebs
Zertifikatsübergabe an Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin, auf der Dachterrasse des Franziskus-Krankenhauses Berlin © Manuel Tennert

Die Klinik für Palliativmedizin und das Lungenkrebszentrum der Lungenklinik Mitte des DRK-Klinikums Berlin wollen zukünftig Hand in Hand bei der Versorgung von Lungenkrebspatienten zusammenarbeiten. Beide Häuser haben eine entsprechende Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

Patienten mit einer bereits stark fortgeschrittenen Lungenkrebserkrankung sollen im Bedarfsfall nahtlos von der akutmedizinischen Versorgung im Lungenkrebszentrum in der Drontheimer Straße im Wedding zur palliativmedizinischen Weiterbehandlung ins Franziskus-Krankenhaus Berlin (FKH) im Tiergarten wechseln können. Dies bringt sowohl den Betroffenen als auch den Angehörigen eine große Erleichterung.

Die offizielle Zertifikatsübergabe zur Kooperation hat am 30. September zwischen Vertretern beider Häuser auf der Dachterrasse des FKH in der Budapester Straße offiziell stattgefunden. Daran nahmen von Seiten des FKH der Ärztliche Direktor Dr. Achim Foer, der Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin, Prof. Dr. Winfried Hardinghaus sowie die Leiterin des Pflegeteams Annette Ortmann teil. Außerdem Matthias Schwarz, kaufmännischer Leiter des FKH und der angehende Oberarzt Dr. Sebastian Pfrang. Von Seiten des DRK-Klinikums kamen PD Dr. Paul Schneider, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie und Leiter des Lungenkrebszentrums, sein Stellvertreter Prof. Dr. Bernd Schmidt, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin sowie Oberarzt Dr. Martin Utzig als Koordinator des Lungenkrebszentrums..

»Da Lungenkrebs eine unserer häufigen Diagnosen ist, können unsere Patienten vom gegenseitigen Austausch mit den Kollegen aus der DRK Klinik unmittelbar profitieren», stellte Prof. Hardinghaus fest. Zusätzlich zum sehr gut etablierten palliativmedizinischen Konsiliarteam am Lungenkrebszentren stünden nun auch die Experten des FKH bereit, »wenn eine stationäre Weiterbehandlung in unserer Klinik für Palliativmedizin hilfreich ist«, ergänzte er.

Lungenkrebs ist mit rund 55.000 Fällen pro Jahr inzwischen die dritthäufigste Tumorerkrankung in Deutschland. Trotz fortgeschrittener Therapiemöglichkeiten ist dieser aggressive Krebs in fortgeschrittenem Stadium nicht heilbar. Oftmals kann der Tumor nicht mehr komplett entfernt werden oder es haben sich bereits Metastasen in anderen Organen gebildet. Die Palliativmedizin verschafft den Patienten Schmerz- und Symptomlinderung, insbesondere bei Atemproblemen oder Angst vor Luftnot. Und sie bietet ein therapeutisches, psychologisches und seelsorgerisches Umfeld auf dem letzten Lebensabschnitt.

Im Rahmen der Kooperation haben die Ärzte der Klinik für Palliativmedizin die Möglichkeit, regelmäßig an der Tumorkonferenz des Lungenkrebszentrums teilzunehmen. Auf dieser Basis können Ärzte, Patienten und Angehörige gemeinsam besprechen, wie und wo die Therapie eingeleitet oder weitergeführt wird.

 

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