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Berliner Kontinenzzentrum

Allein in Deutschland leiden mehr als sechs Millionen Menschen an Inkontinenz; davon betroffen sind Kinder und Erwachsene, Frauen genauso wie Männer. Inkontinenz schränkt die Patienten im Alltag und in ihrer Lebensqualität erheblich ein. Mit gründlicher Diagnostik und entsprechender Therapie ist die Chance sehr groß, die Beschwerden deutlich zu verbessern oder gar zu heilen.

Im Berliner Kontinenzzentrum arbeiten Urologen, Gynäkologen, Chirurgen, Kinderchirurgen, Gastroenterologen und Physiotherapeuten zum Wohl der Patienten Hand in Hand. Das Zentrum wird regelmäßig von der Deutschen Kontinenzgesellschaft e. V. zertifiziert, zuletzt 2015.

Vor der Therapieentscheidung steht die körperliche Untersuchung; besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Harn- und Geschlechtsorganen. Die Blasendruckmessung (Urodynamik oder Videourodynamik) ist ein unverzichtbares Instrument, um die einzelnen Formen der Harninkontinenz sicher voneinander abzugrenzen. Mit Hilfe verschiedener Ultraschalluntersuchungen, etwa des Scheideneingangs, der Harnröhre und des Blasenhalses, wird die Belastungsinkontinenz diagnostiziert. Sämtliche Verfahren, auch die Harnanalyse oder spezielle Röntgenaufnahmen, werden meist ambulant durchgeführt. Sie sind wenig belastend und weitgehend schmerzfrei.

Die Behandlungsmöglichkeiten besprechen die Ärzte des Berliner Kontinenzzentrums ausführlich mit dem jeweiligen Patienten – selbstverständlich mit Blick auf dessen persönliche Wünsche, Lebensumstände und Lebensalter. Kann das Therapieziel mit krankengymnastischer und medikamentöser Behandlung erreicht werden, ist dies die erste Wahl. Sollte eine Operation notwendig sein, erfolgt sie mittels Unterbauchschnitt oder wird von der Scheide aus durchgeführt – wann immer möglich, minimal-invasiv.